HAZ : Radweg an der Glocksee im Sommer frei

Die HAZ berichtet am 3.3.2011/Seite 20:

Die Stadt will den beliebten Radweg im Glockseepark am Ihmeufer im Sommer wieder freigeben – zumindest provisorisch. Das hat Stadtbaurat Uwe Bodemann gestern im Bauausschuss zugesagt. Die viel genutzte Verbindung zwischen Linden und Innenstadt ist derzeit wegen der Altlastensanierungen gesperrt. Radfahrer und auch Spaziergänger müssen weite Umwege in Kauf nehmen.
Auf Anfrage von Thomas Ganskow, dem Sprecher der örtlichen Bürgerinitiative, legte Bodemann den Sanierungsstand im Uferpark dar. Dort werden hochgiftige Altlasten aus bis zu sieben Meter Tiefe gehoben, die von einem Gaswerk stammen. Dem Stadtbaurat zufolge ist der sogenannte Hotspot zwei fertig ausgekoffert. Entgegen ersten Meldungen, die Schadstoffe seien doch nicht so schlimm wie befürchtet, habe es mit zunehmender Tiefe doch die erwarteten Giftkonzentrationen gegeben. Derzeit werde mit der Sanierung von Hotspot drei begonnen, er gelte als der am stärksten kontaminierte Bereich. Erst zum Schluss werde Hotspot eins an der Reihe sein. Dies sei laut Voruntersuchungen der am wenigsten vergiftete Bereich.
Das Gelände soll später für Hochwasserüberflutungen tiefergelegt werden, für dieses umstrittene Projekt läuft aber noch das Planfeststellungsverfahren. Bodemann sagte auf kritische Nachfragen Ganskows, dass die Stadt das Areal nach Abschluss der Giftsanierung keinesfalls übergangsweise auffüllen werde, um es nach Abschluss des Planungsverfahrens erneut abzugraben. Es werde aber auch nicht endgültig fertiggestellt. Stattdessen solle provisorisch Rasen gesät und der Radweg freigegeben werden, bis über das Hochwasserprojekt entschieden sei.

VON CONRAD VON MEDING

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