Rot-Grün weiterhin gegen Baumschutz

Es war zu erwarten. Auch in der gestrigen Sitzung des Stadtbezirks Mitte hat die rot-grüne Mehrheit in weitgehender Übereinstimmung mit der FDP insgesamt 7 Anträge der CDU zum Calenberger Loch abgelehnt. Der Erste richtete sich noch darauf, Kritikern der städtischen Planungen zu dieser Art des  Hochwasserschutzes eine substanzielle Klagemöglichkeit einzuräumen. Die anderen sechs waren darauf ausgerichtet, die Verwaltung darauf zu verpflichten, bei den Planungen zur Neugestaltung der Abgrabungsfläche – so es denn dazu kommen sollte – tatsächlich den bislang nur mündlich zugesagten größtmöglichen Baumschutz zu gewährleisten.

Schon das wurde von rot-grün und insbesondere der F.D.P. als Fundamentalangriff auf die Gesamtplanungen zum Hochwasserschutz gegeißelt. Auf diese Idee konnte man nur kommen, wenn man sich als Bezirksrat nicht mit dem Inhalt der Anträge auseinandergesetzt hat. Denn nichts war abwegiger,  als eine derartige Darstellung. Um es deutlich zu sagen: Die Gegenargumentation war oberflächlich und unsachlich! Sie waren vom Drang danach geprägt, nur nicht den Anschein zu erwecken, der Verwaltung bei ihrem Streben nach Kahlschlag im Weg zu stehen zu wollen.

Ein Beispiel gefällig? In einem Antrag ging es um die Verbringung der Skulptur „Die Große Begehbare“ an einen anderen Platz in der Stadt. Dadurch wäre es möglich, zwei Bäume, deren Fällung nicht aus hydraulischen Gründen notwendig ist, zu retten. Denn die wäre nur notwendig, wenn die Stahlkonstruktion wie geplant ca. 3 m Richtung Glockseestraße vorgezogen würde. Doch nicht einmal dazu konnte sich das Gremium durchringen und sorgt somit dafür, dass diesem Kunstwerk durch seine Größe eine überragende Prägung der Umgebung ermöglicht wird. Herzlichen Glückwunsch zu so viel Weitblick! Den hätte man dann zukünftig auch auf die Skulptur…

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Ganskow
SBiCaLo

Auf der rechten Seite sieht man die beiden Bäume, die nur durch den Fortbestand der "Großen Begehbaren" an dieser Stelle fallen müssten.

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