HAZ – Neuer Ärger um Ihme-Abgrabung

Im Fall der umstrittenen Ihme-Hochwasserabgrabungen legt die zuständige Wasserbehörde des Landes (NLWKN) die Genehmigungsunterlagen ausgerechnet in den zwei Wochen der Herbsterien zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Das sei „unglücklich, aber wegen vieler Termine rundherum“ nicht anders möglich, sagt NLWKN-Sprecherin Herma Heyken: „Außerdem waren wir sehr unter Zeitdruck, weil die Stadt großes Interesse hat, den Planfeststellungsbeschluss möglichst bald zu erhalten“. Die Bürgerinitiative, die die geplanten Baumfällungen verhindern will, kritisiert diese Terminierung als mangelnde Bürgerbeteiligung. „Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass darin Absicht liegt“, moniert Sprecher Thomas Ganskow.

Immerhin hat das NLWKN zugesagt, Interessierten die Unterlagen digital zuzuschicken. Zudem beginne erst nach Ende der Ferien die vierwöchige Klagefrist gegen den Beschluss. Möglicherweise darf die Stadt aber mit den Rodungsarbeiten am Ufer trotzdem schon anfangen. Unterdessen dauern die Arbeiten im Bauabschnitt eins erneut länger, Freigabe der Fläche ist nun erst Ende Oktober.

Conrad von Meding
HAZ, 06.10.11, Seite 14

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