HAZ vom 01.12.11 BI mahnt Weil zu alternativem Hochwasserschutz

Die Bürgerinitiative gegen die Abgrabungen am Ihmeufer fordert Oberbürgermeister Stephan Weil zu einem landesweiten Hochwasserschutz – so er denn Ministerpräsident werden sollte. „Immer hatte uns die Stadt erklärt, dass die Abgrabungen am Ihmeufer nur deshalb notwendig sind, weil die Landesregierung keine überregionale Lösung anstrebt“, sagt der Sprecher der BI, Thomas Ganskow. Sollte Weil aber 2013 Regierungschef in Neidersachsen werden, wäre die logische Konsequenz, dass er das Thema Hochwasserschutz noch einmal neu durchdenkt, schlussfolgert Ganskow. Weitsichtig und eines künftigen Landesvaters würdig sei es daher, die Bagger an der Ihme gar nicht erst buddeln zu lassen.

Tatsächlich sollen schon im Januar 2012 Bauarbeiter anrücken und den Uferbereich in der Calenberger Neustadt weiträumig auskoffern. Das Gelände wird terrassiert, um dem Fluss im Falle eines Hochwassers einen Überlauf zu gewähren. 13 Millionen Euro kostet das umstrittene Projekt. Die Bürgerinitiative sieht in den Abgrabungen einen verheerenden Eingriff in die Natur und schlägt stattdessen mobile Schutzwände vor – bisher ohne Erfolg.

Alexander Schinkel, HAZ v. 01.12.11, S. 14

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