HAZ vom 12.01.12 – Hochwasserschutz: Klage abgewiesen

Das Verwaltungsgericht hat gestern den Eilantrag von Anliegern gegen die Vorlandabgrabungen an der Ihme abgelehnt. Hinter den Klägern steht die „Initiative gegen das Calenberger Loch“, die die Wirksamkeit der städtischen Hochwasserschutzprojekte anzweifelt. Zwischen Legions- und Leinertbrücke soll das Überflutungsgebiet der Ihme erweitert werden.

Das Gericht folgte der städtischen Argumentation in allen Punkten. „Sogar das von uns vorgelegte Gutachten von Prof. Sieker wurde in der Urteilsbegründung mit keinem Wort erwähnt“, bedauerte Initiativsprecher Thomas Ganskow. Die Kammer betont, dass durch die Abgrabungen kein natürlich gewachsener Boden entfernt werde, sondern nur die Aufschüttung, die nach dem Krieg für Industrieansiedlungen vorgenommen worden sei. Gegen die Fällungen zu klagen hingegen stehe nicht Anliegern zu, sondern nur Naturschutzverbänden.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig:  Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht ist zulässig. Dort allerdings müsste ein Anwalt die Initiative vertreten. Sie prüft, ob sie sich das leisten kann.

Conrad v. Meding, HAZ, 12.01.12, S. 13

Advertisements

Über laurasiatheria

Ich bin ein kleines Säugetier
Dieser Beitrag wurde unter Journal veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.