Absperrungen beginnen – Abgrabungen stehen unmittelbar bevor

Am heutigen Tag begannen die Absperrungen entlang des Abgrabungsbereichs für die Erweiterung des Calenberger Lochs. Nach Auskunft des mit den Erdarbeiten beauftragten Unternehmens Johann Bunte, Papenburg, wird dazu der gesamte Abschnitt zwischen dem schon abgegrabenen Abschnitt auf Höhe des UJZ Glocksee und dem Ende des Bereichs komplett geschlossen. Wie eingemauert kamen sich die Anwohner der Glockseestraße vor, die nun für die gesamte Bauzeit auf eine Bretterwand blicken müssen. Warum hier nicht die üblichen Bauzäune aufgestellt wurden, die wenigstens noch Licht durchgelassen hätten, bleibt wahrscheinlich das Geheimnis der Planer. Vielleicht will man sich ja einfach nicht bei seinem sinnlosen Tun auf die Finger blicken lassen, auch wenn sich von Brücken und dem Ihmezentrum aus natürlich alles einsehen lässt…

Es ist somit bis zum Ende der Arbeiten, das für Frühjahr 2013 geplant ist, mit massiven Einschränkungen beim Radverkehr zu rechnen, da auch die erst im Herbst letzten Jahres eröffnete Verbindung entlang der Ihme erneut unterbrochen ist. Wie üblich hat die Verwaltung diese Sperrung nicht angekündigt. Was zur Folge hatte, dass eine Vielzahl von frustrierten und schimpfenden Radfahrern zu sehen waren, die auch vom vor Ort tätigen Sicherheitsdienst lächelnder Weise in die nun existente Sackgasse fahren gelassen wurden.

Teilweise gesperrt wurde die Zuwegung zur Ida-Ahrenhold-Brücke. Davon ist der Platz betroffen, der bislang weitestgehend von der Skulptur „Die Große Begehbare“ belegt war. Dieser Platz wird nach Beendigung der Arbeiten um ca. 60 cm erhöht und entlang der Glockseestraße durch Treppenstufen beschränkt sein. Radfahrer müssen sich nach Planungen der Verwaltung um die dann wieder aufgestellte Skulptur herum schlängeln um eine Rampe in Verlängerung des Bürgersteiges zu nutzen.

Auch das mit der kompletten Abriegelung des Geländes verbundene Problem der fehlenden Hundauslauffläche wird von der Verwaltung konsequent ignoriert. Die von uns geforderte Aufstellung von Müllbehältern und Hundekotbeutelspendern wurde mit der Begründung abgelehnt, dass für die Kotbeseitigung die Hundebesitzer selbst zu sorgen hätten. Nur wohin?!

Hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung der Fläche ist zu vermelden, dass sich der Bezirksrat Mitte auf seiner März-Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen hat, vegetationsfremde Neuanpflanzungen zu untersagen. Dies bezieht sich insbesondere auf die entlang der Glockseestraße geplanten aus Kanada kommenden Tulpenbäume. Wir sprechen uns dafür aus, stattdessen 8 m hohe Linden aus dem Bestand der städtischen Baumschule zu setzen.

Thomas Ganskow
SBiCaLo
www.calenbergerloch.wordpress.com
calenberger.loch@gmx.de
0179-5565131

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